1.Baustein Elternabend

Diese Woche findet der erste Elternabend in der Pro Montessori Schule in Torgau statt.
Elternabend Wilde Medienpädagogik
Was nutzen ihre Kinder und Jugendlichen?

Elternabend als Hinführung und Hilfestellung für eine sinnvolle Medienerziehung

Familien fragen gerne nach Tipps und Tricks für die Medienerziehung. Zum einen müssen Sie Grenzen ziehen, zum anderen möchten Sie auch den verantwortungsvollen und sicheren Mediengebrauch unterstützen. In einem Elternabend gibt es erste Möglichkeiten Hilfestellungen und Hinweise zu geben mit kleinen Ideen, die sich in den Alltag einbauen lassen. Es geht nicht um die eigene Medienerziehung, dafür sind die Erziehungsformen zu vielfältig. Und auf keinen Fall geht es um irgendeinen pädagogischen Zeigefinger, der Eltern aufzeigen soll, wie Sie ihre Erziehung führen sollen.

Das Thema „Medienerziehung“ verunsichert, auch gerade aufgrund immer wieder aufkommenden widersprüchlichen Artikeln und Veröffentlichungen. Es geht daher vielmehr darum in diesem „Informationsdschungel“ einen Weg für sich, die Familie und schlussendlich die eigene Medienerziehung aufzuzeigen und die Sorgeberechtigten diesen selber finden zu lassen.

Respekt, Wertschätzung und Offenheit sind dabei nur einige Werte, die es für eine gute Kooperation mit den Eltern braucht. Im besten Falle ergibt sich im Laufe des Projektes eine Eltern-Kind-Kooperation zu den anderen Bausteinen des Projektes „Wilde Medien“, wo dann auch die Kinder als Expert*innen auftreten können.

Die Bausteine

Das Projekt ist aufgeteilt in vier Phasen

Medienpädagogische Bausteine
Das sind die vier Bausteine in der Übersicht

Im ersten Baustein werden die Familien und alle ihre Mitglieder für eine Medienprävention sensibilisiert und mit dem Umgang von Medien im Familienalltag.

Im zweiten Baustein geht es vor allem um qualitätsvolle Erlebnisse in der Familie. Wir erleben unser gemeinsames Umfeld mit verschiedenen Naturerlebnissen, das Ganze medial begleitet.

Im dritten Baustein geht es um Bewegungselemente wie Parkour, Freeclimbing, usw. in der Natur oder auch im urbanen Umfeld. Mit Actioncam und anderen medialen Hilfsmitteln wird alles dokumentiert.

Dies wird dann im vierten Baustein präsentiert und resümiert. Was haben wir erlebt? Und was kann man anderen Familien empfehlen? Am Ende wird es eine interaktive Karte geben mit allen Angeboten, auf der sogenannten „Familien-Wildcard“, und es wird einen „gemeinsamen Geocache“ geben. Dieser wird nur für Familien freigegeben, die bei allen Bausteinen teilnehmen.

Familienprojekt „Wilde Medien“

Das Projekt findet in Nordsachsen bis Ende 2020 statt und knüpft an das vergangene präventive Medienprojekt „k.NIF“ an. Es bietet Unterstützung im Bereich der Medienerziehung für Kinder/Jugendliche und deren Eltern/Bezugspersonen. Es wird durchgeführt von der AWO SPI GmbH und gefördert von der deutschen Fernsehlotterie.

Auch viele Eltern und andere Bezugspersonen wünschen sich mehr Informationsangebote, um Kindern den Umgang mit der digitalen Welt besser vermitteln zu können.

(aus dem Drogen- und Suchtbericht 2018, herausgegeben von der Drogenbeauftragten Marlene Mortler der Bundesregierung)

Hier setzt das Familienprojekt „Wilde Medien“ an.

Eltern sollen in Fragen der Medienerziehung gestärkt werden. Medien sind allgegenwärtig, die Kinder sind dort alltäglich unterwegs, die Eltern ebenso. Aber was heißt es medienkompetent zu erziehen? Viele Familien fühlen sich hier überfordert.

Das Familienprojekt „Wilde Medien“ macht es sich zur Aufgabe Zeit und gemeinsame Erlebnisse zu schaffen durch familienorientierte Workshops oder auch Elternabende. Medienwissen wird spielerisch vermittelt, sowie deren Potenziale und Herausforderungen. Aber vor allem will das Projekt den Familien Handlungsanregungen mit auf den Weg geben.

Wie? Durch Aktionen, die Medien mit Natur bzw. Bewegung verbinden. Durch digitale Schnitzeljagden, das sog. Geocaching. Hier sucht man mittels Smartphones die Caches, also Schätze. Auch andere Aktionen sind in Planung.  Dazu gibt es demnächst weitere Infos auf der Homepage www.wildemedien-projekt.de. Und „Achtung“: Auftakt wird ein „Textadventure offline“ sein, welches im Frühjahr gestartet wird. Angeleitet wird das Projekt zwei Jahre lang von Frau Torres Lupp, der ehemaligen Studioleiterin des SAEK Torgau, und anderen Experten und Expertinnen der Medienpädagogik und Erlebnispädagogik.